Living Legends

Jirikis Ausbildung
Einige Tage zuvor...

13. Raquas 1507

Erzählt von Jiriki Flügelschlag
So hatte sich Jiriki seine Ausbildung nicht vorgestellt. Den ersten Tag verbrachte er ganze 10 Stunden in dem dunklen Raum und hatte nur wenige, sehr kurze Pausen, die er mit Nahrungsaufnahme und Klogängen verbrachte. Die rätselhafte Stimme des selbsternannten “Erzählers” übergoss ihn die ganze Zeit mit Worten und Geschichten. Am Tagesende schwirrten die Taten heldenhafter Krieger, weiser Könige aus alter Zeit, listigen Dieben, mythischen Artefakten und ehrfurchtgebietenden Drachen in Jirikis Kopf herum. Er versuchte sich alles zu merken, doch in seinem Kopf vermischten sich die Ereignisse; er schaffte es kaum Ordnung in das Gelernte hineinzubekommen.

Am nächsten Tag stand Jiriki wieder vor seinem Lehrer, nachdem ihm die maskierte Frau die Tür geöffnet hatte und ihn wieder in den nachtschwarzen Raum führte. Nach einigen Augenblicken in völliger Stille erhob Jiriki zögerlich seine Stimme: “Da bin ich, Meister!”
“Sei gegrüßt, mein junger Schüler. Wollen wir doch einmal sehen, was du gestern alles gelernt hast. Erzähle mir eine der Geschichten von gestern!”, forderte der Meister ihn auf.
Jiriki stammelte zusammen, woran er sich noch erinnern konnte und versuchte so kohärent wie möglich zu bleiben. Aber irgendwie waren alle Geschichten von gestern in seiner Erinnerung zu einem Einheitsbrei verkommen. Wirklich nacherzählen konnte er keine.
Der Erzähler ließ ihn eine ganze Zeit lang gestotterte Sätze aneinanderreihen und Jirikis Nervosität stieg mit jedem erzählten Satz. “Wird mich der Meister als unfähigen Schüler abweisen?” war der Gedanke, der Jiriki die ganze Zeit beschäftigte.
Schließlich unterbrach der Erzähler die Ausführungen indem er meinte, er habe genug gehört. Jiriki erwartete schon, das er ihn nun bitten würde, zu gehen. Doch da stellte er die Frage: “Weißt du, weshalb du dir nichts merken konntest, Jiriki?”
“N-nein, Meister”, stammelte Jiriki.
“Ist dir denn nicht aufgefallen, dass ich in keiner der gestrigen Geschichten auch nur einen Namen erwähnt habe?” fragte der Meister.
Jiriki dachte an gestern zurück und stellte fest, dass der Meister die Wahrheit sprach.
“Namen sind von zentraler Bedeutung, junger Troubadour. Nicht nur für uns Adepten, da sich in den Namen eines jeden Dinges seine wahre Struktur widerspiegelt, sondern für jedermann. Geschichten sind genau so wie vieles in der Welt ein komplexes Geflecht, welches ohne Namen seinen Zusammenhalt verliert. So höre mir erneut zu, mein junger Schüler.” Der Meister begann erneut die gestrigen Geschichten zu erzählen, verwendete dieses Mal allerdings Namen von Orten, Personen und Gegenständen. Dieses mal hatte Jiriki keine Schwierigkeiten sich die Geschichten zu merken und auseinander zu halten.

An den folgenden Tagen gestaltete sich der Unterricht abwechslungsreich. Der Erzähler erzählte eine Geschichte und stellte daraufhin Jiriki einige Fragen bezüglich kleiner physischer Details, die er nicht erwähnt hatte. Er fragte nach Dingen wie der Farbe einer Gewandung, dem Duft einer Mahlzeit und ähnlichen Dingen. Anfangs hatte Jiriki noch keine Antworten parat, aber im Laufe der Woche fügten sich diese Details fast wie von selbst mehr und mehr in seiner Wahrnehmung der Geschichten des Erzählers ein und er konnte die leuchtenden Gewänder von Helden sehen, den Duft von blühenden Wiesen und fauligen Mooren riechen und das Rauschen der Meere oder der Bäume im Wind hören, sogar wenn der Erzähler diese Details nicht direkt in seinen Geschichten erwähnte.
Er forderte auch immer wieder Jiriki selbst auf Geschichten zu erzählen, und auch wenn Jiriki eine Geschichte erzählte, die er schon oft gehört und oft selbst erzählt hatte, nahm er sie nun völlig neu und viel intensiver wahr als zuvor.

Nach einer Woche sagte schlussendlich der Erzähler, dass Jirikis Ausbildung nun abgeschlossen sei.
“Werde ich euch nun sehen dürfen, Meister?”, fragte Jiriki, doch die Stimme des Erzählers antwortete nur: “Eines Tages vielleicht, mein junger Schüler. Noch ist diese Zeit allerdings nicht gekommen.” Daraufhin verstummte die Stimme.

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Geisterstunde - Spielabend 004
Eine Audienz bei der Lahalla

an die große Bibliothek von Thoral gesant mittels Boten

20. Raquas 1507

erzählt von Grolk Flammenzunge

Nach dem wir alle eine Woche bei unseren Lehrmeistern verbracht hatten um unserem Pfad der Magie weiter zu folgen trafen wir uns wie vereinbart wieder in Velruks Bar.
Erfreulicher weise hatte Jiriki trotz seiner Ausbildung genug Zeit sich mit unseren Fadengegenständen zu beschäftigen. Leider konnte er über den Orichalkumring nichts herausfinden.
Über den Kompass und die Rosenklinge allerdings fand Jiriki ein paar Sachen heraus.
Ich finde es immer wieder beeindruckend wie manche von uns Legenden Wort für Wort im Kopf behalten können. Ich meine, ich kann Dir aus dem stegreif eine Legende erfinden. Aber wenn ich sie dir morgen nochmal erzähle wird es schon eine ganz andere sein.

Naja, auf jeden Fall scheint beim Kompass die Situation die zu sein, das der Gegenstand mittels Blutmagie aktiviert wird. In den dazugehörigen Edelsteinen scheinen sich irgend welche echt mächtigen Zauber (möglicherweise Elementaristen Zeug) zu befinden.
Wo das Teil wohl hinzeigt wenn man es aktiviert bekommt. Hmmm, das müsste man mal ausprobieren …

Auf jeden Fall kam gerade ein Bote mit einer Nachricht das wir uns mit Edro, dem Hauptmann der Wache, am Turm des Nials Sarosch treffen sollen. Also los, Männer mit Schwertern soll man nicht warten lassen und eine Lahalla, die wir dort treffen sollen, schon gleich gar nicht.
Am Hauptturm des Nialls treffen wir ausser Edro noch Chistosh Ssarosh. Er stellt sich als eine Art Adjutant der Lahalla vor.
Wir dürfen den Niall betreten.

Wir folgen einer Wendeltreppe den Hauptturm des Nialls hinunter. Schon nach dem wir ein kleines Stück die Treppe hinunter sind befinden wir uns offensichtlich unterhalb der Wasseroberfläche des Schlangenflusses. Jiriki ist das nicht wirklich geheuer und als dann auch noch Fenster in den Wänden sind durch die man die Unterwasserwelt sehen kann wird er richtig unruhig. Der Ausblick ist großartig, wenn auch für jemanden ohne Kiemen leicht bedrohlich.
Einige meiner Gefährten scheinen es lustig zu finden Jiriki Angst zu machen. Irgend jemand meint gegen die Scheibe klopfen zu müssen.
Das die Scheiben, laut Chistosh Ssarosh bereits die Plage überstanden haben finde ich recht beruhigend, Jiriki sieht noch nicht wirklich beruhigt aus. Als Chistosh, der Geisterbeschwörer ist, ihm zusagt das er dafür sorgen wird das er seine Gefährten als Geist heimsuchen kann, sofern er hier unten umkommt, muss aber selbst Jiriki lachen.

Wir erreichen die große Halle des Niall. Ja, seit eben ist mir auch klar warum das Ding, “große Halle” heißt. Sieht man von oben nur einen eleganten Turm aus dem Wasser ragen ist hier unten auf dem Grund des Flusses eine Halle, ein wahrlich große Halle.
Es gelingt mir nicht wirklich ihre Außmasse zu schätzen, da überall Gebäude stehen und selbst von der Decke und den Wänden hängen Seile, Netze und andere Konstruktionen zum schwingen, klettern und was auch immer tun. Ein bisschen erinnert es mich an eine überfüllte und chaotische Takelage eines Seglelschiffs.

In der Mitte der Halle, neben einer großen Schale in der ein Feuer brennt sitzt eine alte T´skrang Frau. Sie trägt verschlissen aussehende Kleidung. So gar nicht wie eine Herscherin.
Interessant, auch hier scheint das was man sieht nicht dem zu entsprechen was drin steckt.
Als wir durch die Halle kommen, dankenswerter weise hat Chistosh Ssarosh meine Erinnerungen der angemessenen Etiquette gegenüber einer Lahalla so laut aufgefrischt das auch meine Gefährten es hören konnten, erhebt sie sich.
Nachdem wir uns vorgestellt haben, möchte die Lahalla den zerstörten Seelenstein sehen. Die Lahalla murmel vor sich hin und untersucht den Seelenstein.
Sie hebt ihren Blick vom Stein und sagt, “es scheint noch genug Struktur übrig zu sein um mit dem Geist der einst darin wohnte eine Verbindung herzustellen.”
Die Lahalla wirft eine Handvoll Kräuter in die Flammen in der Schale. Ein wohlriechender Rauch breitet sich aus.
Dann erhebt sie ihre Stimme. Mit kräftiger Stimmer ruft Sie:
“Geist diese Seelensteins komm herbei. Bei den Passionen und der Magie die diese Welt durchzieht ruf ich Dich herbei Nurgok Eisenfuß”
Der Rauch scheint sich zu verdichten, während sie weiterspricht:
Erscheine Nurgok Eisenfuß, bei der Macht meiner Magie und gebunden durch meinen Willen rufe ich dich Geist der du einst in diesem Stein wohntest!
Der Rauch scheint sich immer mehr zu verfestigen und die Konturen werden klarer. Bis in den Flammen ein großer Ork aus dunkler Rauch steht.
Die Lahalla blickt uns aufmunternd an, “Nun, stellt eure Fragen, rasch. Es gibt wiederstand und ich weis nicht wie lange ich Ihn halten kann.”
Wir erfahren von Nurgok das der böse Windling ihn gefangen hält und von Ihm wissen will wo die Siegel sind. Offensichtlich kann der Geist nicht auf alle Fragen frei antworten.
Und doch erfahren wir das der Kompass, mit Blut aktiviert, den Weg zu den Siegeln zeigt.
Plötzlich verschwindet der Geist Nurgoks mit einem Schrei und die Flammen erlöschen. Für einige Herzschläge herrscht vollständige Dunkelheit.
Dann flammt das Feuer wieder auf und an Nurgoks Stelle steht dort eine Gestalt. Über zwei Meter groß mit wehenden Haaren aus Flammen und Augen aus denen Grausamkeit und Bosheit funkeln.
Als das Wesen spricht, drohen mir die Ohren zu bluten, den das Wesen hat eine Stimme wie Stahl auf einer Schiefertafel.
“Ah, dann habt Ihr den Kompass also!” sagt das Wesen.
Trotzig trete ich vor und in der Hoffnung eine Reaktion zu provozieren antworte ich: “Dann komm und hol ihn Dir, finster Kreatur!”
Die Lahalla tritt neben mich und wirft erneut etwas in die Flammen.Mit einem knistern verlöschen die Flammen und alles ist Dunkel.
Man hört die Herrin des Nialls einige Worte murmeln, dann erwacht ein Lichtquartz irgend wo weit oben in der großen Halle flackernd zum leben.
Die Lahalla Ssarosch erklärt sich bereit noch einen Blick auf den Kompass zu werfen, den die dringlichkeit das wir den Windling und die dunkle Kreatur aufhalten scheint nun noch größer als zuvor.
Wir werden die Flammen sein die diese Finsternis zurückdrängen, infernale Elemente der Freiheit die sich bin in das Herz dieser Finsternis brennen um sie dann zu verzehren. Auf das der Geist von Nurgok Eisenfuß und all die anderen die von dieser Finsternis eingehüllt wurden befreit werden und Frieden finden.

Nach diesem Erlebnis brauchen wir erst mal eine Stärkung und so begeben wir uns zurück zu Velruk für eine feine Mahlzeit.
Im Hinterzimmer aktiviert dann Illiwa den Kompass mit dem grünen Stein. Der Kompass zeigt nach Nordwesten, mein Illiwa und auch die anderen sind dieser Meinung.
Um unsere Reise vorzubereiten begebe ich mich etwas später zu Edro Sturmauge und bitte Ihn ob er etwas arrangieren kann für die Reise nach Nordwesten. Tja, es zeigt sich mal wieder das es gut ist Kontakte zu haben.
Edro kann sogar noch viel mehr tun.
Edro arrangiert ein Treffen mit Lorum Leichtfuß einem Scout “dem er sein Leben anvertauen würde”. Das soll mir mal reichen als Aussage.
Lorum stellt sich als Mensch heraus der mit Hilfe seiner Scoutmagie und der Peilung des Kompasses von zwei verschiedenen Orten an den beiden Enden der Stadt in der Lage ist zu sagen wo ungefähr der Zielpunkt des Kompasses ist. Echt beeindrucken sowas.
Auf jeden Fall, führt der Weg mit dem grünen Stein in den Blutwald. Na, das ist ja mal super. Wo diese Igelelfen doch immer für sich bleiben wollen. Die zum lachen zu bringen dürfte wahrlich eine Herausforderung sein.
Nach dem wir die Magie von Lorum nur jetzt zur Verfügung haben, einigt sich unser Haufen drauf das wir gelich jetzt alle Steine durchprobieren.
Was dabei rauskommt lässt die Zukunft auf jeden Fall spannend erscheinen. Die verschiedenen Edelsteine weisen im Kompass den Weg nach Iopos, in eine Bucht westlich von Urupa, nach Parlainth und zum Fire Mountain am Todesmeer. Oder anderst gesagt ein Barsaive-Rundreise der Gefahren. Ich bin dabei.

Mit der Hilfe von Edro gelingt es mir eine Passage auf dem Flußschiff “Die sanfte Anne” unter Kapitän Lores Rigols zu organisieren (ohne dafür bezahlen zu müssen ;-) ).
Nach getaner Arbeit habe ich mir ein wenig Vergnügen verdient. Ein Picknickkorb der auch eine Trollfamilie satt machen würde und ich verbringen einen sehr lustigen und spannenden Abend mit den Straßenkindern von Tansiarda, die uns bereits bei unserem Auftritt unterstützt haben.

21. Raquas 1507
Am nächsten Morgen legt “Die sanfte Anne” dann ab. Auf unserer mehrtägigen Reise nach Urupa machen wir halt in Axalail und Denlikiyan. In Denlikiyan ergibt sich eine gute Gelegeneheit für einen schönen Auftritt.
Alia scheint sich für den Leibwächter eines reichen Händlers zu interessieren, aber ich glaube die Zeit hat nicht gereicht für mehr als ein paar heiße Küsse.

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Wie Jiriki seinen Meister fand...
... oder Stimmen in der Dunkelheit

12. Raquas 1507

erzählt von Jiriki Flügelschlag

Was für eine Vorstellung! Die Menge war begeistert. Jiriki und seine Gefährten feierten ihre berauschende Darbietung in Velruks Bar. Der Alkohol floss in Strömen, denn Velruk hatte sie eingeladen.
Irgendwann, weit nach Mitternacht, flog Jiriki in Schlangenlinie vor die Tür um sich zu erleichtern. Da Windlinge einen höheren Stoffwechsel haben als andere Namensgeber musste er häufiger hinaus, dafür war er nicht so lange betrunken.
Als er gerade fertig war und die Hose wieder schloss erklang hinter ihm eine Stimme und ließ ihn zusammenfahren: “Nette Darbietung heute Abend, für einen Laien jedenfalls. Allerdings habe ich schon hunderte Vorstellungen gesehen, die tausendmal besser waren als das!”.
Jiriki fuhr herum und späte in die Schatten, doch den Urheber der Stimme konnte er nicht ausmachen.
“Mich siehst du nicht, wenn ich es nicht möchte.”, fuhr die Stimme fort.
“Wer seid Ihr?” Jirikis Stimme klang nicht ganz so fest, wie er es gerne gehabt hätte. “Zeigt Euch!”
“Ich bin der Erzähler, den das Publikum nicht sieht – nur hört.” ertönte es, wieder hinter Jiriki. “Wenn du erfahren möchtest, wie auch du so ein Erzähler werden kannst, dann komme morgen zur neunzehnten Stunde in die Straße des Rechts. Im siebten Haus wirst du mehr über die Kunst des Erzählens erfahren.”
Wieder drehte sich Jiriki um und kniff die Augen zusammen um besser in die Schatten zu sehen. “Woher weiß ich, dass das keine Falle ist? Zeigt Euch, damit ich sehe dass ich Euch vertrauen kann.” Jiriki sah sich weiter um, doch die Stimme blieb stumm.

13. Raquas 1507
Am darauffolgenden Tag fand sich Jiriki an der genannten Adresse ein, denn die Neugierde siegte deutlich über den Bedenken, die er empfand. Zaghaft klopfte er mit seinem Shakujō an die hölzerne Tür. Nach kurzer Zeit öffnete sie sich und eine Menschenfrau mit einer Maske aus grünen und blauen Federn sah heraus. Jiriki holte schon Luft um sich vorzustellen, doch die Frau legte nur den Zeigefinger an ihre Lippen, um ihn zum schweigen zu bringen. Dann winkte sie ihn herein. Jiriki folgte ihr stumm.
Im Inneren bewegten sie sich durch einen merkwürdigen Raum. Es schien Jiriki, als wäre der Raum drei mal so hoch wie gewöhnlich, und als wären sie auf halber Höhe zwischen Boden und Decke auf einer Art Laufsteg bei dem links und rechts ein Holzgeländer verlieft. Im Raum selbst war es dämmrig, nur hier und da schien eine Lichtsäule aus einem Dachfenster hinab und verlor sich auf dem Weg zum Boden. Über ihren Köpfen verliefen kreuz und quer einige Balken und Seile. Teilweise hingen Säcke an den Seilen und schwangen träge im Halbdunkeln. Neugierig spähte Jiriki hinab und konnte unten etliche Gestalten in merkwürdigen Gewändern sehen, manche in schon fast lächerlich bunten Stoffen, andere lediglich schwarz und weiß, wie er selbst es bei seinen Auftritten zu tragen pflegte. Soweit er es erkennen konnte bewegten sich einige der Gestalten mit lächerlichen Bewegungen durch den Raum, während die Anderen zusahen und hin und wieder applaudierten.
Am Ende des Steges befand sich eine Holztür, welche die Vogelfrau für Jiriki öffnete. Dann deutete sie hinein. Jiriki versuchte etwas zu erkennen, aber es herrschte nur Dunkelheit.
“Ich kann gar nichts erkennen.” Jiriki wandte sich wieder der Vogelfrau zu. Diese legte aber schnell wieder ihren Zeigefinger an ihre Lippen und deutete hinein. Jiriki schluckte einmal und ging dann vorsichtig durch die Tür. Gleich darauf schloss diese sich mit einem dumpfen Laut und der Windling stand in der Dunkelheit. Langsam gewöhnten sich seine Augen an die Lichtverhältnisse und jetzt bemerkte er auch, dass es hier nicht völlig Dunkel war. Er konnte Umrisse erkennen, von einem Stuhl und von einer Vase. Etwas bewegte sich und sprach: “Willkommen, junger Schüler. Hier werden wir für deine Ausbildung sorgen.” Es war die Stimme vom vergangenen Abend.
“Sagt mir, wer Ihr seid!” verlangte Jiriki.
“Geduld, junger Schüler.” entgegnete die Stimme, “Alles zu seiner Zeit.”
“Wieso ist es hier so dunkel?” Jirikis Geduld neigte sich langsam dem Ende entgegen.
“Es ist hier so dunkel, damit du besser mit deiner Stimme und deinem Gehör üben kannst. Dich beschäftigen Helden, Sagen und Legenden, sowohl Geschichten, als auch Lieder und Gedichte. Doch dafür benötigst du nicht deine Augen, dafür benötigst du deine Ohren und deine Stimme. Und jetzt lausche auf die Dinge, die ich dich lehren werde …”

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Helden überlebensgroß - Spielabend 003
Show ist das halbe Leben

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11. Raquas 1507

erzählt von Grolk Flammenzunge

Nach dem wir nach Tansiarda zurück gekehrt waren führte der erste Weg zu Edro Sturmauge, dem Hauptman der Stadwache der uns gebeten hatte uns der grausigen Kadaver anzunehmen.
Wir betretten die Stadtwache und werden direkt zu Edro vorgelassen. Jiriki erzählt ihm was wir erreicht haben und Illiwa zeigt ihm den Ort des Grabmals auf ihrer Karte.
Edro bittet, “Händigt mir doch den zerstörten Seelenstein aus. Vielleicht kann ein Geisterbeschwörer in seiner Struktur weitere Hinweise über den Windling oder die Magie die er wirkte finden.”
Den Seelenstein hergeben möchte ich ich nur sehr ungerne. Und auch Tristessa scheint interesse daran zu haben, diesen Geisterbeschwörer der fähig genug sein könnte etwas aus dem zersörten Seelenstein zu erfahren, kennen zu lernen.
Edro erklärt sich bereit einen Termin mit der Lahalla, den niemand anderes soll den Seelenstein untersuchen, auszumachen und uns mitzunehmen. “Ich werde euch eine Botschaft senden, wenn der Termin fest steht.” sagt Edro bevor er den restlichen Betrag von 20 Gold für jeden bezahlt und uns entlässt.

Zurück in Velruks Bar entwickelt sich eine Idee, die so großartig ist, das sich Grolk das nicht hätte träumen lassen. Aber offensichtlich habe ich den einen oder anderen meiner neuen Gefährten falsch eingeschätzt.
Das Jiriki dabei sein würde, den Bewohnern von Tansiardia näherzubringen, was wir erlebt hatten, war klar. Aber das auch “der Verhüllte” und Alia sich so begeistert einbringen würden …, einfach nur großartig.

Nachdem ich und Jirik bei einem Künstler ein passendes Plakat für unsern Auftritt in Auftrag gegeben hatten, wird es in der ganzen Stadt verteilt. An den meistbesuchten Plätzen hängt nun ein wunderbares Plakat das den großen Auftritt ankündigt.
Unterwegs habe ich ein paar Straßenkinder entdeckt und schon war eine neue Idee geboren. Plötzlich war klar wer den part der Kadavermenschen übernimmt.
Wir wurden uns auch schnell einig. Klar, ein paar Silber und eine warme Mahlzeit, wer sagt da schon nein?

Während dessen hat “der Verhüllte” irgend wo ein Windinstrument, ein Flöte für Jiriki besorgt. Keine Ahnung woher das kommt. Vielleicht schreibt es es ja noch hier rein?

Der erste Abend war ein großer Erfolg. Allerdings frage ich mich ob es so clever war, Tristessa und Illiwa zu sagen das wir in Velruks Bar umsonst trinken und übernachten können. Denn nur gut eine Stunden nach dem Auftritt sind die beiden dermaßen voll das wir Sie auf Ihr Zimmer tragen müssen.
Hast Du schon mal eine, wenn auch dürre, Trollin in den 2ten Stock getragen? Ach Du heilige sch *. Das war mal ein “Erlebnis”.

In dieser Nacht muss irgend was passiert sein.
Am nächsten morgen, oder eigentlich eher mittag, kommen Illiwa und Tristessa wieder zu sich. Dank dem “Kater-Weg-Gesöff” von Velruk, das Grolk den beiden einflösst, gelangen die beiden scheinbar wieder in einen Zustand den man als “bei Sinnen” bezeichnen kann.
Kurz darauf fängt dann Illiwa zu spinnen an. Es scheint das in der Nacht, während ihres Vollrausches, aus ihrem unverschlossenen Zimmer, das kleine hölzerne Kistchen mit dem Kompass verschwunden ist.
Als sie dann anfängt alle Gefährten verhörmäßig zu Fragen ob Sie das Kistchen genommen haben, kann ich es mir nicht verkneifen auf´s Klo zu müssen.
Ja klar macht einen das Verdächtig, aber kennst Du das nicht? Manchmal ist die Versuchung einfach zu groß!
Illiwa ist seit dem echt stinkig und fest davon überzeugt das ich das Teil geklaut hab und das obwohl ich versprochen habe mich mal umzuhören bei der Örtlichen “Organisation für Wirtschaftliche Umverteilung”.

Grolk hält natürlich Wort und durch etwas geschick und beobachtung findet er heraus wie man einer relevanten Person eine Botschaft zukommen lassen kann.
Langer rede kurzer Sinn, nur Stunden später trift sich Grolk mit einer Dame nennen wir sie mal Diana. Nach zähen verhandlungen, während denen Alia und “der Verhüllte” im Nebenzimmer Rückendeckung leisten, kann Grolk neben ein paar anderen Absprachen, aushandeln das die Gilde sich mal umhört. Diana ist sich sicher das kein Mitglied der Gilde in Velruks Bar aktiv war, da es hier wohl entsprechende “Versicherungen” gibt. Aber es könnte jemand externes gewesen sein.

Auch an diesem Abend können wir mit einer großartigen Show überzeugen. Zwar bleibt Illiwa diesmal unentschuldigt fern. Aber nach dem sich das ganze rumgesprochen hat und wir noch ein paar zusätzliche Statisten auftreiben konnten besiegen die Heroen an diesem Abend gleich neun Kadaver. Die Menge tobt vor Begeisterung.
Nach dem Illiwa mich bedrohthat, stelle ich Nachts zusätzlich einen Stuhl unter den Türgriff und befestigt meine Glöckchen an der Tür. Illiwa taucht Nachts nicht auf. Allerdings liegt am nächsten morgen ein Beutel mit Silber im Zimmer. Wo der wohl herkommt?

Illiwa wollte es dann wohl doch noch genau wissen. Als ich wieder in mein Zimmer komme sehe ich schon draußen das dass Schloss zerbrochen ist. In meinem Zimmer sitzt Illiwa auf dem Bett. “Du hättest nicht die Tür eintretten müssen. Eine einfach Frage hätte Dir auch eine Einladung in mein Zimmer ermöglicht.
Ich hatte doch angeboten das Du meine Sachen durchsuchen kannst.” sagt Grolk.
Das fand Illiwa wohl nicht lustig. Irgendwas von “Warst Du es? Wenn Du Nein sagst werde ich Dir nicht glauben” brüllend geht Illiwa auf mich los.
Zum Glück ist [[:grolk | man] schnell zu Fuß und weicht geschickt aus um sich dann nach unten in den Schankraum zurück zu ziehen.
In der Öffentlichkeit will Illiwa dann doch nicht auf mich einprügeln und so kann ich endlich auch mal ein paar Worte sagen.
“Ich bin doch bereits dabei mich umzuhören. Bleib mal locker. Kann ich dich auf ein Bier oder einen Schnaps einladen.” Illiwa glaubt kein Wort und nach einigem geschimpfe zieht sie von dannen.
Stunden später, es ist früher Nachmittag, taucht Illiwa wieder auf und hat Ihr Kästchen zurück. Das ganze kam wohl per Bote und enthielt einen Brief: “Achte doch in Zukunft besser auf Deine Sachen. Wir können nicht immer alles wiederbeschaffen.”
Von mir angesporchen, man hört ja so einiges wenn Sachen verloren gehen und wieder auftauchen, beschuldigt mich Illiwa weiter hinter allem zu stecken. Von einer angemessene Entschuldigung keine Rede.
Nur gut das Grolk nicht nachtragend ist ;-)

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Das Grab des Nurgok Eisenfuß - Spielabend 002
Ein Vogel, das sterben der Kadaver und ein Grab

an die große Bibliothek von Thoral gesant mittels Boten

erzählt von Grolk Flammenzunge

Jeder Tag bringt Überaschungen. Aber manche Tage mehr als andere.

Nach dem mich das pfeifen der Vögel geweckt hat und ich gerade dabei bin mein Gesicht als weinenden Clown zu schminken, taucht Illiwa (endlich habe ich Ihren Namen richtig verstannden) auf und entschuldigt sich für den Schlag in´s Gemächt.
Sie scheint keine besondere Übung darin zu haben sich zu entschuldigen, aber trotzdem, netter Zug, der auch noch die eine oder andere Schlussfolgerun zu lässt …

Nun, nachdem alle fertig gefrühstückt haben und wir aufbrechen wird es, ob des guten Wetters, doch noch eine mehr oder weniger vergnügliche wanderung.
Gegen Mittag, gerade will ich vorschlagen das es Essenszeit ist, entdeckt Illiwa Spuren die klar machen das wir den Ort des Überfalls auf die Karawane gefunden haben. Allerdings gibt es keine Spuren die uns verraten wohin die Kadaver geflohen sind.
Während Grolk sich unauffälig in der Umgebung umsieht inspizieren “Der Verhüllte”, Illiwa und Tristessa den Astralraum und fachsimpeln über irgend welche Spuren in eben diesem. Irgend was von einen haarfeinen Riss oder so.
Jiriki ist mit pfeilschneller Luftaufklärung beschäftigt.

Ungefähr Zeitgleich entdecken Grolk, Alia und “der Verhüllte” eine Baumgruppe ca. 300 Meter von der Straße entfern. Sie schein rund um die einzige ernstzunehmende Deckung zu bieten. Sich anschleichend erreichen die drei fast gleichzeitg die Bäume.
“Der Verhüllte” wird von einem der Rabenartigen Vögel in den Bäumen bemerkt und auf irgend eine telepatische Weise angesprochen. Allerdinjgs kann nur “Der Verhüllte” die Stimme in seinem Kopf hören
Der Vogel grüßt freundlich und scheint auch recht clever zu sein.
Er berichtet von einem Unheil vor dem er und der Rest des Schwarms vor 3 Sonnenaufgängen geflohen sind, als es kam. Diese Dunkelheit ist dann nach Norden weitergezogen so das er und die anderen Vögel zurück kommen konnten. Irgend wie müssen diese Vögel die finster Magie gespürt haben die diesen Windling und die Kadavermenschen umgibt.
“Der Verhüllte” versucht den Vogel zu überreden das er für uns nach Norden Kundschaftet, aber er möchte nicht.
Nach dem “Der Verhüllte” damit rausgerück ist muss ich das selber erleben. Man hat schließlich nicht jeden Tag gelegenheit mit einem Vogel, der nicht nur Zeug nachplappert, zu reden.

Der Vogel ist echt nett. Auf Grolks Frage, ob er irgend wie heißt sagt der Vogel das er ja kein Namensgeber ist und daher keinen Namen hat.
Gut das Grolk ein Namensgeber ist, jetzt heißt der Vogel Schrak. Klingt auch viel besser als ihn immer mit “der Vogel” anzusprechen.

Nachdem Grolkt sein Brot mit Schrak geteilt habe, verrät er das es im Norden, wo das Dunkel hingezogen ist, Ruinen gibt. Nachdem Grolk sich verabschiedet hat und eine Feder von Schrak als Erinnerung mitnehmen darf ziehen die Adepten weiter nach Norden.

Auf dem Weg versucht Grolk Illiwa ein bisschen für ein positives soziales Miteinander zu gewinnen. Aber gleich wird sie wieder verbal ruppig.
Haben wir hier vielleicht einen weichen Kern der von einer harten Schale geschützt wird??
Hart Nüsse knacken kann sehr herausfordernd sein.
Ich liebe Herausforderungen!

Am späten Nachmittag taucht endlich hinter einem Hügel die Ruine auf. Ja, die Ruine, nicht Ruien, den mehr als ein Gebäude und ein paar Mauerreste, ist es nicht.
Während Alia und Grolk Flammenzunge sich, unterstützt von der Magie “des Verhüllten”, an das Gebäude anschleichen, übernimmt Jiriki Flügelschlag die strategische Ablenk…., äh ich meine Luftaufklärung.

Der fensterlose Bau, entpuppt sich als Grabstätte mit einem Steinsarg im inneren. Aus den theranischen Schriftzeichen enträtseln unsere Gelehrten das hier der große Ork-Held Nurgok Eisenfuß seine letzte Ruhe gefunden hat. Nurgok war Mitglied der legenären Heldengruppe Streiter der Endzeit.

Während Tristessa versucht mit den Geistern, die sich hier wohl herumtreiben, Kontakt aufzunehmen untersucht der Rest das Grabmal.
Offensichlich wurde es geplündert. Grolk entdeckt das der Deckel des steinernen Sarg nicht richtig geschlossen ist und dies führt ihn dann schnell zu den Schleifspuren die belegen das der Sarg schon öffters geöffnet wurde.

Mit der Kraft ihrer mächtigen Muskeln stemmen Illiwa, Alia und “der Verhüllte” den Sargdeckel auf. Drin liegt ein Skelett mit einem verrosteten Schwert.
Intuitiv erfasst “der Verhüllte” das hier irgend wie der Schein trügt.
Nach dem ein paar Kiesel belegt haben das der Sarg nur scheinbar einen Boden hat, beginnt Grolk Flammenzunge mit geschlossenen Augen, sich nur auf seinen Tastsinn verlassend in die tiefe zu klettern.
Grolk ist offensichtlich keine Spinne, aber zum Glück ist der Schacht unter der Illusion nicht tief.
Auch von unten kann man nicht nach oben sehen. Aus deisem Grund lässt Grolk seine Gefährten durch einen seiner Jonglierbälle wissen das er wohl auf ist.

In der ca. 8×8 m großen Kammer ist es annähernd findster. Nur um die Ecke eines einige Meter langen Ganges dringt ein ganz leichter Lichtschimmer, und…
pssst…,
leises gewimmer.

Während seine Gefährten sich noch nach unten abseilen, schleicht Grolk bereits zur Ecke des kurzen Gangs. Nach den ersten Schritten tauscht der geflügelte Jiriki auf. Klar für ihn war der Abstieg einfach.
Damit uns sein Flügelgeraschel nicht verrät setzt Grolk ihn auf seine Schulter.
Hinter der Ecke, ist der Gang noch drei oder vier Meter lang und mündet dann in einen dreieckigen Raum.
Im hinterne Teil des Raumes befindet sich der gesuchte Windling und wirkt finster Magie. Magisch Zeichen leuchten hiter ihm an der Wand und sind die einzige Lichquelle.
Auf dem Boden, umstanden von den 3 Kadavermenschen und, verdammt noch mal, einem Kadavertroll befindet sich ein Häufchen wimmerndes Elend.
Die Magei des Windlings scheint sich aus der zarfallenden Struktur des wimmernden Häufchen Elends zu speisen.
Grolk schickt Jiriki Flügelschlag zurück zu den anderen um sie zu informieren und dafür zu sorgen das sie leises sind.

Plötzlich ruckt der Kopf des dunklen Windlings hoch und mit einer Stimme, wie das gequälte ächzen eines rostigen Schlosses ruft er, “Da ist jemand, Sie haben uns gefunden”.
Nur Augenblicke später stolpert derr Kadavertroll um die Ecke.
Mit dem Zorn des gerechten rammt ihm Grolk sein Kurzschwert von unten durch das verrotende Fleisch des Unterkeifers bis in den Schädel. Nur blöd das der Troll schon tot ist, den sonst wäre er jetzt wohl hinüber.
So aber wird er nur noch aggressiver.
Grolk zieht sich strategisch zu seinen Gefährten zurück die den heranstürmenden Troll bereits erwarten. Wähhrend Illiwa Bergschreck, Alia und Grolk Flammenzunge in mit Feuer und Schwert in Schach halten, zieht Tristessa einen Bannkreis um den Troll und die hinter ihm aufgetauschten Kadavermenschen aufzuhalten.
Jiriki macht den Gefährten in deiser doch recht grausigen Situation, in der die Eingeweide nur so spritzen Mut.
Gleichzeitig brennt “der Verhüllte” einige beeindruckende Löcher in die Kadaver.

Dank großartiger Teamarbeit ist nach einigen Minuten der ganze Raum mit dem Geruch nach Verwesung und verbranntem Fleisch, erfüllt. Die reste der Kadaver bedecken nicht nur den Boden.
Endlich können die Streiter weiter vordringen.

Grolk schleicht voraus und wirft eine Facke in den Raum hinter der Ecke.
Im dreieckigen Raum befindet sich, aber neimand mehr. “Wo ist dieser Verfluchte Windling nur hingekommen?”
Der Gang führt an einer der Ecken des Dreiecks in den Raum. Gegenüber des Gangs an der Wand, unterhalb der Stelle wo die magischen Runen leuchteten als der finster Windling zauberte, befindet sich noch ein Steinsarg. Hier wurde dann wohl Nurgok Eisenfuß tatsächlich beerdigt.
Unser Windling und Illiwa und Tristessa untersuchen den Astralraum während der Rest den Raum in der physischen Welt untersucht.
Grolk entdeckt auf dem Deckel des Steinsarges einen schwarten Stein der sich als Seelenstein entpuppt. Hier war wohl die Seele von Nurgok Eisenfuß eingeschlossen. Jetzt ist der Stein allerdings leer.
Grolk löste den Seelenstein mit passendem Werkzeug (mein Dank an Illiwa Bergschreck dafür) aus dem Deckel. Vielleicht findet man die Seele von Nurgok ja wieder und kann ihn wieder in sein zuhause zurück bingen???

Zugleich entdeckt “der Verhüllte” ein faustgroßes Loch in der Wand an dem sich magische Zeichen befinden. Mutig stekct er seinen Arm in das Loch und plötzlich knirscht es gewaltig. Grolk Flammenzunge gelingt es gerade noch den soeben gelösten Seelenstein einzupacken und zurück zu sprigen bevor der aufklappende Deckel des Sarges ihn treffen kann.
In dem Sarg befindet sich das echte Skelett der Legende Nurgok Eisenfuß. Auf seiner Brust befindet sich ein Schwert bei dem die Klinge aus einer Rosenblüte zu wachsen scheint.
Rechts neben dem Schädel des Skeletts befindet sich eine hölzerne kleine Kiste. Am Ringfinger der linken Hand trägt das Skelett einen Ring der zwei Klauen darstellt die einen Orichalkumklumpen “festhalten”.
Grolk erahnt intuitiv das es hier keine weiteren Fallen gibt und nimmt die Rosenklinge aus der Grab.
Sofort braust Alia auf, das dieser Fadengegenstand ja wohl gar nicht für Grolk geeignet sei und … Tja, da bleibt ihr der Mund offenstehen, als Grolk ihr die Waffe freundlich darbietet.

Grolk kann durch aus einschätzen was sich für Ihn eignet. Er hatte nur im Gefühl das man nicht länger nach Fallen suchen muss. Manchmal muss man sich auf seine Intuition verlassen und ein Risiko eingehen.

Als nächstes hebt Grolk Flammenzunge das Kästchen heraus. Der Ring sieht zwar wertvoll und leicht zu verstauen aus, aber was im Käschen ist, ist viel Spannender. Die anderen Sachen kann man zu Not ja später auch noch beschaffen.
Als Grolk das Kästchen öffnet befindet sich darin ein seltsamer Kompass und daneben eine kleiner Beutel mit verschiedenfarbigen Edelsteinen.
Denn scheint die gute Illiwa aber aufregend zu finden, so wie sie bei seinem Anblick aufkeucht. Dann schnappt sich Illiwa schnell der Ring vom Finger des Skellets und will unbedingt mit Grolk tauschen. Sie scheint schon sehr scharf auf den [ Kompass zu sein.
Weis sie was das ist und will es den anderen nicht verraten? Oder hat sie nur eine Vermutung? Oder ist sie einfach nur aufgeregt? Wir werden sehen.

Tristessa besteht darauf das die Dinge nur geliehen sind bis wir den Geist wieder finden. Ja, einen zoringen Geist am Allerwertesten brauchen wir echt nicht.
Alle stimmen zu nur die Stimmen des “Verhüllten” schweigen.

Nach dem die Gefährten das Grab wieder verschlossen haben und alle Hinweise auf das Grab unter dem Grab entfernt haben, wandern sie entspannt zurück.

Am frühen Nachmittag des 11. Raquas 1507 erreichen die Helden siegreich Tansiarda.

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Das Nashorn in Torgacks Waren und Dienstleistungen - Spielabend 001
Teamwork ist einfach alles

an die große Bibliothek von Thoral gesant mittels Boten
7. Raquas 1507

erzählt von Grolk Flammenzunge

Da schmökert man sich gerade durch die Auslagen des lokalen Angebots von Torgaks Waren und Dienstleistungen in der aufstrebenden Stadt Tansiarda. Plötzlich beginnen die zierlichen Tassen im Regal sanft zu vibrieren. Ein Erdbeben???

Manche Kunden sehen irritiert auf. Was passiert hier?
Eine Zwergin brüllt plötzlich, “Vorsicht ein Nashorn” und ich denke mir noch, “ja sicher, ein Nashorn”, als selbiges bereits donnernd durch die schwere Doppeltüre bricht.

Zum Glück für die Händlerin Theodora Boros sind wahre Helden anwesend.
Während es Grolk gerade noch gelingt, nur mit leichten Blessuren hinter die Theke zu hechten um zu vermeiden, von der wütenden Bestie zutode getrampelt zu werden, zückt “Der Verhüllte” mutig eine riesige Streitaxt.
Die aufmerksame Zwergin beginnt bereits, magische Worte zu murmeln und die Trollin Tristessa bereitet ebenfalls einen Zauber vor.
So beherztem und mutigen Eingreifen hat das Nashorn nichts entgegenzu setzen. Nach einem kurzen Kampf, in dessen Verlauf Grolk Flammenzunge dem Nashorn mit einem heißen Topf und anderen Wurfgeschossen zusetzt, ist der Kampf schnell vorbei. Natürlich darf nicht verschwiegen werden, dass auch Tristessa, “Der Verhüllte”, Alia und die Zwergin Ivar Bergschreck dem Nashorn hart zusetzten. Besonders die beeindruckende Einlage von Illivar, als sie das Nashorn ritt, sucht seines Gleichen.
Der freundliche Jiriki Flügelschlag sorgte für angemessene emotionale Unterstützung aus dem Bereich der Deckenbalken.

Heroisch rammt Grolk Flammenzunge dem Nashorn, das zugegebenermaßen gerade dazu ansetzt das Bewustsein zu verlieren, mit einem eleganten Sprung auf den Rücken einen Speer in selbigen (Rücken).
In eben diesem Moment erscheint dann auch endlich die Stadtwache und, wie sich später herausstellen sollte, der Besitzer des Nashorns Melorik Goroven.
Melorik vergütet freundlicherweise das heroischen Handeln der Adpten durch 90 SS für jeden. Überdies lädt er, nachdem er den Ausgleich des Schadens mit der Händlerin geklärt hat, die Adpten zu einem feinen Mal in Velruks Bar ein.
Der Besitzer, Velruk versteht sich trotz seiner Grießgrämigkeit offensichtlich aufs Geschäft und so sind Speis und Trank durchaus von guter Qualität.

Während dem guten Essen kann sich einer der finanziell nicht so gut gestellten Adepten nicht verkneifen Melorik nach Arbeit zu fragen. Er selbst hat zwar gerade keine Aufträge zu vergeben, aber die Stadwache kann wohl bei einem Problem unterstützt werden, laut Meloriks Worten.
Als aufrechter Bürger hilft man ja gerne und schwupp, sind wir mit dem guten Melorik auf dem Weg zum Büro der Stadtwachen.
Hier werden wir von der ausgesprochen ansehnlichen Lenara Klingenblitz zu ihrem Vorgesetzten Hauptmann Edro Sturmauge durchgewinkt.
Der Hauptmann eröffnet uns was für ein “verlockendes” Angebot er für uns hat.
Vor wenigen Stunden war der einzige Überlebende einer Handelskarawane aus Throal hier in Tansiarda eingetroffen. Der Arme war und ist wohl in keinem guten Zustand. Er hatte sich nach dem Überfall von 4 Kadavermenschen schwer verletzt nach Tansiarda geschleppt. Einen und einen halben Tag weit.
Das größte Problem aber ist, dass die Kadavermenschen, laut Aussage des Überlebenden, von einem Windling befehligt werden.
Hauptmann Edro bietet uns 5 GM im Voraus und 20 GM nach Abschluss der Aufgabe, wenn wir den Windling mitsamt seiner Kadavermenschen ausfindig machen und für seine zukünftige Unschädlichkeit sorgen.
Nachdem Illivar Bergschreck vorschnell zugesagt hat und auch alle anderen wohl das Geld brauchen könnten, sind wir jetzt wohl sowas wie eine Heldengruppe.

Die Zwergin Bergschreck beschloss, dass wir uns in einer Stunde wieder in Velruks Bar treffen nachdem jeder seine Besorgungen erledigt hat.
Illivar musste wohl lernen dass etwas zu bestimmen einen noch lange nicht zum Anführer macht, auf den alle hören. Denn nach einer Stunde war nur Tristessa in der Bar. Nachdem die anderen Gefährten erst nach und nach eintrudeln ist es bereits Abend, bis der letzte zurück ist, und wir übernachteten erstmal in Velruks Bar.

h2. 8. Raquas 1507

Am nächsten Morgen wird zeitig aufgebrochen, wir wollen Tansiarda verlassen. Am Stadttor treffen wir dann auf einen Prediger der Einheit der Erleuchtung. In seiner gelben Robe und mit dem auf die Stirn tätowierten Auge ist er kaum zu übersehen. Nachdem er dann auch noch lauthals irgendein Zeug über “die Plage wurde von den Passionen gesandt”, “kehrt um oder es kommt eine neue Plage” von sich gibt, kann “Der Verhüllte” ihn nicht ignorieren und sorgt für ein wenig fliegendes Gemüse. Jirikis Angebot, dem Verein mal zu erklären wie man wirklich überzeugend so eine Geschichte verkauft, tut dann sein übriges.
Wir verlassen zügig Tansiarda.

Nach einer lustigen Tageswanderung auf der Alten theranischen Handelsstraße suchen wir uns für die Nacht einen netten Schlafplatz. Da das Wetter gar nicht mehr nett ist, sind alle sehr froh, dass die fähige Illiwa mit viel Geschick und Magie die Äste einiger Bäume zu einem trockenen Unterstand verwebt.

Die Nacht bricht an.
Zwar haben wir, wohl wissend wie gefährlich es auf der Straßer sein kann, Wachen aufgestellt. Aber Illiwa Illiwa Bergschreckund Jiriki können nicht verhindern, dass sich eine graußige Ratte mit 6 Beinen an Grolk heranschleicht. Leider ist dieses Wesen wohl auch magisch aktiv, so dass es Grolks Träume beeinflusst. Als Grolk dann endlich erwacht, hat das Wesen bereits seinen Verstand vergiftet und seinen Geist verwirrt, so dass er seine Gefährten nicht erkennt, sondern nur die graußigen Monster aus seinen Träumen sieht.
Er greift seine Gefährten an. Erfreulicherweise töten die Gefährten das böse Wesen sehr schnell.
Allerdings musste Grolk schmerzhaft feststellen, dass die gute Ivar entweder ein bisschen langsam im Kopf ist oder ihm absichtlich in die Weichteile getreten hat, nachdem das Rattenwesen bereits von seiner Schulter verschwunden war.
Nachdem die Weggefährten Grolk Flammenzunge von dem Wesen befreit und ihn damit gerettet haben, entdecken wir, dass ein süßlicher Geruch nach Verwesung in der Luft liegt, der zuvor keinem aufgefallen war. Nachdem das Wesen tot ist, verzieht sich dieser Geruch langsam.
Der Rest der Nacht ist dann zum Glück friedlich und ruhig.

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