Living Legends

Geisterstunde - Spielabend 004

Eine Audienz bei der Lahalla

an die große Bibliothek von Thoral gesant mittels Boten

20. Raquas 1507

erzählt von Grolk Flammenzunge

Nach dem wir alle eine Woche bei unseren Lehrmeistern verbracht hatten um unserem Pfad der Magie weiter zu folgen trafen wir uns wie vereinbart wieder in Velruks Bar.
Erfreulicher weise hatte Jiriki trotz seiner Ausbildung genug Zeit sich mit unseren Fadengegenständen zu beschäftigen. Leider konnte er über den Orichalkumring nichts herausfinden.
Über den Kompass und die Rosenklinge allerdings fand Jiriki ein paar Sachen heraus.
Ich finde es immer wieder beeindruckend wie manche von uns Legenden Wort für Wort im Kopf behalten können. Ich meine, ich kann Dir aus dem stegreif eine Legende erfinden. Aber wenn ich sie dir morgen nochmal erzähle wird es schon eine ganz andere sein.

Naja, auf jeden Fall scheint beim Kompass die Situation die zu sein, das der Gegenstand mittels Blutmagie aktiviert wird. In den dazugehörigen Edelsteinen scheinen sich irgend welche echt mächtigen Zauber (möglicherweise Elementaristen Zeug) zu befinden.
Wo das Teil wohl hinzeigt wenn man es aktiviert bekommt. Hmmm, das müsste man mal ausprobieren …

Auf jeden Fall kam gerade ein Bote mit einer Nachricht das wir uns mit Edro, dem Hauptmann der Wache, am Turm des Nials Sarosch treffen sollen. Also los, Männer mit Schwertern soll man nicht warten lassen und eine Lahalla, die wir dort treffen sollen, schon gleich gar nicht.
Am Hauptturm des Nialls treffen wir ausser Edro noch Chistosh Ssarosh. Er stellt sich als eine Art Adjutant der Lahalla vor.
Wir dürfen den Niall betreten.

Wir folgen einer Wendeltreppe den Hauptturm des Nialls hinunter. Schon nach dem wir ein kleines Stück die Treppe hinunter sind befinden wir uns offensichtlich unterhalb der Wasseroberfläche des Schlangenflusses. Jiriki ist das nicht wirklich geheuer und als dann auch noch Fenster in den Wänden sind durch die man die Unterwasserwelt sehen kann wird er richtig unruhig. Der Ausblick ist großartig, wenn auch für jemanden ohne Kiemen leicht bedrohlich.
Einige meiner Gefährten scheinen es lustig zu finden Jiriki Angst zu machen. Irgend jemand meint gegen die Scheibe klopfen zu müssen.
Das die Scheiben, laut Chistosh Ssarosh bereits die Plage überstanden haben finde ich recht beruhigend, Jiriki sieht noch nicht wirklich beruhigt aus. Als Chistosh, der Geisterbeschwörer ist, ihm zusagt das er dafür sorgen wird das er seine Gefährten als Geist heimsuchen kann, sofern er hier unten umkommt, muss aber selbst Jiriki lachen.

Wir erreichen die große Halle des Niall. Ja, seit eben ist mir auch klar warum das Ding, “große Halle” heißt. Sieht man von oben nur einen eleganten Turm aus dem Wasser ragen ist hier unten auf dem Grund des Flusses eine Halle, ein wahrlich große Halle.
Es gelingt mir nicht wirklich ihre Außmasse zu schätzen, da überall Gebäude stehen und selbst von der Decke und den Wänden hängen Seile, Netze und andere Konstruktionen zum schwingen, klettern und was auch immer tun. Ein bisschen erinnert es mich an eine überfüllte und chaotische Takelage eines Seglelschiffs.

In der Mitte der Halle, neben einer großen Schale in der ein Feuer brennt sitzt eine alte T´skrang Frau. Sie trägt verschlissen aussehende Kleidung. So gar nicht wie eine Herscherin.
Interessant, auch hier scheint das was man sieht nicht dem zu entsprechen was drin steckt.
Als wir durch die Halle kommen, dankenswerter weise hat Chistosh Ssarosh meine Erinnerungen der angemessenen Etiquette gegenüber einer Lahalla so laut aufgefrischt das auch meine Gefährten es hören konnten, erhebt sie sich.
Nachdem wir uns vorgestellt haben, möchte die Lahalla den zerstörten Seelenstein sehen. Die Lahalla murmel vor sich hin und untersucht den Seelenstein.
Sie hebt ihren Blick vom Stein und sagt, “es scheint noch genug Struktur übrig zu sein um mit dem Geist der einst darin wohnte eine Verbindung herzustellen.”
Die Lahalla wirft eine Handvoll Kräuter in die Flammen in der Schale. Ein wohlriechender Rauch breitet sich aus.
Dann erhebt sie ihre Stimme. Mit kräftiger Stimmer ruft Sie:
“Geist diese Seelensteins komm herbei. Bei den Passionen und der Magie die diese Welt durchzieht ruf ich Dich herbei Nurgok Eisenfuß”
Der Rauch scheint sich zu verdichten, während sie weiterspricht:
Erscheine Nurgok Eisenfuß, bei der Macht meiner Magie und gebunden durch meinen Willen rufe ich dich Geist der du einst in diesem Stein wohntest!
Der Rauch scheint sich immer mehr zu verfestigen und die Konturen werden klarer. Bis in den Flammen ein großer Ork aus dunkler Rauch steht.
Die Lahalla blickt uns aufmunternd an, “Nun, stellt eure Fragen, rasch. Es gibt wiederstand und ich weis nicht wie lange ich Ihn halten kann.”
Wir erfahren von Nurgok das der böse Windling ihn gefangen hält und von Ihm wissen will wo die Siegel sind. Offensichtlich kann der Geist nicht auf alle Fragen frei antworten.
Und doch erfahren wir das der Kompass, mit Blut aktiviert, den Weg zu den Siegeln zeigt.
Plötzlich verschwindet der Geist Nurgoks mit einem Schrei und die Flammen erlöschen. Für einige Herzschläge herrscht vollständige Dunkelheit.
Dann flammt das Feuer wieder auf und an Nurgoks Stelle steht dort eine Gestalt. Über zwei Meter groß mit wehenden Haaren aus Flammen und Augen aus denen Grausamkeit und Bosheit funkeln.
Als das Wesen spricht, drohen mir die Ohren zu bluten, den das Wesen hat eine Stimme wie Stahl auf einer Schiefertafel.
“Ah, dann habt Ihr den Kompass also!” sagt das Wesen.
Trotzig trete ich vor und in der Hoffnung eine Reaktion zu provozieren antworte ich: “Dann komm und hol ihn Dir, finster Kreatur!”
Die Lahalla tritt neben mich und wirft erneut etwas in die Flammen.Mit einem knistern verlöschen die Flammen und alles ist Dunkel.
Man hört die Herrin des Nialls einige Worte murmeln, dann erwacht ein Lichtquartz irgend wo weit oben in der großen Halle flackernd zum leben.
Die Lahalla Ssarosch erklärt sich bereit noch einen Blick auf den Kompass zu werfen, den die dringlichkeit das wir den Windling und die dunkle Kreatur aufhalten scheint nun noch größer als zuvor.
Wir werden die Flammen sein die diese Finsternis zurückdrängen, infernale Elemente der Freiheit die sich bin in das Herz dieser Finsternis brennen um sie dann zu verzehren. Auf das der Geist von Nurgok Eisenfuß und all die anderen die von dieser Finsternis eingehüllt wurden befreit werden und Frieden finden.

Nach diesem Erlebnis brauchen wir erst mal eine Stärkung und so begeben wir uns zurück zu Velruk für eine feine Mahlzeit.
Im Hinterzimmer aktiviert dann Illiwa den Kompass mit dem grünen Stein. Der Kompass zeigt nach Nordwesten, mein Illiwa und auch die anderen sind dieser Meinung.
Um unsere Reise vorzubereiten begebe ich mich etwas später zu Edro Sturmauge und bitte Ihn ob er etwas arrangieren kann für die Reise nach Nordwesten. Tja, es zeigt sich mal wieder das es gut ist Kontakte zu haben.
Edro kann sogar noch viel mehr tun.
Edro arrangiert ein Treffen mit Lorum Leichtfuß einem Scout “dem er sein Leben anvertauen würde”. Das soll mir mal reichen als Aussage.
Lorum stellt sich als Mensch heraus der mit Hilfe seiner Scoutmagie und der Peilung des Kompasses von zwei verschiedenen Orten an den beiden Enden der Stadt in der Lage ist zu sagen wo ungefähr der Zielpunkt des Kompasses ist. Echt beeindrucken sowas.
Auf jeden Fall, führt der Weg mit dem grünen Stein in den Blutwald. Na, das ist ja mal super. Wo diese Igelelfen doch immer für sich bleiben wollen. Die zum lachen zu bringen dürfte wahrlich eine Herausforderung sein.
Nach dem wir die Magie von Lorum nur jetzt zur Verfügung haben, einigt sich unser Haufen drauf das wir gelich jetzt alle Steine durchprobieren.
Was dabei rauskommt lässt die Zukunft auf jeden Fall spannend erscheinen. Die verschiedenen Edelsteine weisen im Kompass den Weg nach Iopos, in eine Bucht westlich von Urupa, nach Parlainth und zum Fire Mountain am Todesmeer. Oder anderst gesagt ein Barsaive-Rundreise der Gefahren. Ich bin dabei.

Mit der Hilfe von Edro gelingt es mir eine Passage auf dem Flußschiff “Die sanfte Anne” unter Kapitän Lores Rigols zu organisieren (ohne dafür bezahlen zu müssen ;-) ).
Nach getaner Arbeit habe ich mir ein wenig Vergnügen verdient. Ein Picknickkorb der auch eine Trollfamilie satt machen würde und ich verbringen einen sehr lustigen und spannenden Abend mit den Straßenkindern von Tansiarda, die uns bereits bei unserem Auftritt unterstützt haben.

21. Raquas 1507
Am nächsten Morgen legt “Die sanfte Anne” dann ab. Auf unserer mehrtägigen Reise nach Urupa machen wir halt in Axalail und Denlikiyan. In Denlikiyan ergibt sich eine gute Gelegeneheit für einen schönen Auftritt.
Alia scheint sich für den Leibwächter eines reichen Händlers zu interessieren, aber ich glaube die Zeit hat nicht gereicht für mehr als ein paar heiße Küsse.

Comments

Ogolar

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